Gepostet: 16.07.2021

Joseph Gaßner

Die neue Corona-Gesetzlosigkeit

Teil 1: Wozu braucht man das BGB, wenn Corona alles erlaubt?

Bis Ende diesen Monats bin ich noch bei den Malteser Impf- und Testzentren rund um München in Vollzeit beschäftigt, freue mich jedoch mittlerweile, wieder aus diesem Paradies entlassen zu werden. Mit Folgendem hatte ich nicht gerechnet:

Ganz selbstverständlich wird der Lohn immer einen Monat zu spät abgerechnet und bezahlt. Z.B. wurden die Stunden des Monats April mit der Lohn-Abrechnung 05.2021 verarbeitet und erst zum Ende des Monats Mai ausbezahlt. Corona macht's möglich! Nicht nur, dass wir mittlerweile eine halbe Billion Euro rausgedonnert haben, zusätzlich werden die Arbeitnehmer systematisch verarscht.

§ 614 BGB z.B. für Vorschüsse im Arbeitsmonat? Hinderliche Gesetze auf dem Weg zur Pandemiebekämpfung haben in Corona Sendepause. Mich ärgert in diesem Zusammenhang nur, welchen Stress ich früher als Steuerberater bei den Sozialversicherungsprüfungen hatte, als mit kreativer Auslegung durch die Prüfer versucht wurde, astreine Minijobs zu ruinieren durch eine angebliche Weihnachtsgeldpflicht. Wir sprechen hier übrigens vom selben Mechanismus wie bei der verspäteten Lohnabrechnung.

Was ich dagegen tue? Ich habe vorgestern die Deutsche Rentenversicherung in Kenntnis gesetzt über die systematische Hinterziehung von Sozialversicherungsbeiträgen. Konsequente Falschabrechnung einen Monat zu spät ist keine Petitesse.

Das war Teil 1, weitere "Problemchen" sind in der Pipeline.
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